Der Einbruch

Hey, da bin ich wieder. Zurück zum Thema. Eines Tages hat der Typ das echt übertrieben und ist bei mir eingebrochen. An dem Wochenende bin ich bei meinen Eltern gewesen. Wie er das gewusst hat, das weiß ich wirklich nicht. Aber, als ich am Sonntag Abend die Tür aufgeschlossen und in den Flur bin, habe ich gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt.

Mein Schuhschrank stand offen. Ich bin dann ins Wohn- und Schlafzimmer, wo alles durcheinander war. Er hat all meine Klamotten durchgewühlt und Schubladen aufgerissen. Es fehlten Bilder und Kleidungsstücke – das war echt grauselig.
Ich habe sofort die Polizei gerufen und die hat einige Fingerabdrücke von ihm sicherstellen können. Die Härte war ja, dass er tatsächlich mein Auto aus der Garage gestohlen hat. Mein neuer Ford Galaxy stand direkt vor seiner Haustür.

Er hat sich demnach überhaupt keine Mühe gegeben, den Diebstahl zu verbergen. Als die Polizei ihn vernommen hat, meinte er, ich hätte ihm mein Auto geliehen und auch erlaubt bei mir zu übernachten. Auf die Frage, wie er in die Wohnung gekommen ist, meinte er, wir hätten ausgemacht, dass ich meine Balkontür einen Spalt offen lasse und er so den Zugang zur Wohnung bekommt.

Das Problem – meine Balkontür war tatsächlich offen, weil sie seit ein paar Wochen kaputt war und der Vermieter es noch nicht hinbekommen hatte, sie zu reparieren.

Er hatte alles sehr gut geplant und eine Antwort zu den gestohlenen Klamotten gehabt. Er hat der Polizei einfach erzählt, dass ich bei ihm übernachtet hätte und dort meine Kleidungsstücke vergessen hätte. Ich hatte keine Chance. Letztendlich bin ich umgezogen und habe auch meinen Namen ändern lassen.

Die Angst, er könnte das herausbekommen, die bleibt.

1 Kommentar 24.3.12 17:17, kommentieren

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Stalker

Ich weiß, wovon ich spreche. Ich habe selbst einen Stalker. Und das ist nicht schön. Bei mir war das aber ein bisschen anders. Ich habe vor einem Jahr in einem Hotel an der Rezeption gearbeitet. Er war Gast und am Anfang ganz nett. Er kannte die Stadt nicht und hat mich deswegen gefragt, ob ich ihm ein paar Sehenswürdigkeiten zeigen könnte.

Da er ganz nett ausgesehen hat und auch wirklich nett war, habe ich ihn in meiner Freizeit getroffen. Wir waren einen Kaffee trinken und im Museum. Er blieb im Hotel drei Tage. Ich hatte ihn verabschiedet und dachte, ich würde ihn nie wieder sehen.

Doch einen Monat später war er wieder in unserem Hotel. Er meinte, er hätte wieder einmal beruflich in der Stadt zu tun. Ich habe ihm geglaubt und so haben wiruns wieder getroffen. Doch als er zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen zu mir kam, habe ich ihm abgesagt.

Wie gesagt, ich fand ihn nett, aber nicht mehr. Er wurde dann wütend und meinte, er wäre nur wegen mir hierher gekommen und nun würde ich ihn sitzenlassen. Er hat mich dann auch noch beschimpft, während ich versucht habe zu begreifen, was eigentlich passiert ist oder gerade eben passiert. 

Zwar ist er noch am selben Tag abgereist, doch schon zwei Tage später hat er mich einen Hassbrief geschrieben. Da stand drin, er würde mich fertigmachen etc. Leider hatte ich ihm meine Telefonnummer gegeben und so klingelte er Sturm und das über Wochen, bis ich mir eine neue Nummer geholt habe. Doch er hörte nicht auf. Ich bekam weiterhin Mails und auch einmal eine Blumenlieferung mit schwarzen Rosen.

Ich habe ihn zwar angezeigt, aber die Polizei konnte nichts machen. Mehrere Monate lang stagnierte die Situation und dann wurde es schlimmer. Aber das erzähle ich euch beim nächsten Mal.

1 Kommentar 13.3.12 17:17, kommentieren

Herzlich Willkommen - Varmt välkommen!

Willkommen auf meiner Seite. Noch letzte Woche habe ich mich mit einer Freundin, die einen Blog betreibt über ihre Tätigkeit gestritten und heute eröffne ich selbst einen. Das ist schon komisch, aber ich war echt lange davon überzeugt gewesen, dass das irgendwie komisch ist. Ich meine, ein Blog, das ist doch ein Tagebuch, welches man veröffentlicht. Und ich will doch nicht, dass alle lesen können, was ich mir für Gedanken mache, oder?

Meine Freundin war vollkommen anderer Meinung, denn sie schreibt ihren Blog, um sich verwirklichen zu können. Sie schreibt demnach selten ihre persönlichsten Sachen auf, sie schreibt eher über bestimmte Ereignisse oder wenn sie etwas stört. Es ist eher so eine Art Magazin.

Man muss auch dazu sagen, dass sie Redakteurin ist und bei einem großen Unternehmen arbeitet. Dort schreibt sie zwar täglich, aber nicht immer das, was sie denkt. Ihr Blog ist eine Art Undercover-Statement-Seite. Der Blog läuft nicht unter ihrem Namen, damit sie keine Probleme mit ihrem Arbeitgeber bekommt. Da die Seite aber total gut ist, hat sie auch superviele Besucher. Und das was sie macht, das finde ich auch toll, aber es gibt auch so viele Blogs, die einfach keinen Sinn machen. Wie ich gerade gesagt habe. Das sind dann eher Tagebücher, die in der Öffentlichkeit doch nichts zu suchen haben. Zumindest finde ich das.

Außerdem ist es total gefährlich. Jetzt mal ganz im Ernst. Wenn so eine 15-Jährige in ihrem Blog alles über sich preisgibt und dann noch ihren richtigen Namen nennt, dann können doch viele Verrückte ihre Adresse ausfindig machen und das ist mehr als gefährlich. Meiner Ansicht nach sollten Minderjährige keine Blogs besitzen dürfen. Das ist zwar radikal, aber was wollen die mit einem Blog auch?

8.3.12 17:16, kommentieren